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Aktuelles

Seit dem Jahr 2007 werden mit dem Integrations- und Diversitätsmonitoring der Stadt Wien die Veränderungen innerhalb der Wiener Einwanderungsgesellschaft sichtbar gemacht. Das Monitoring ist eine wichtige Grundlage für Entscheidungen von Politik und Verwaltung. Außerdem soll es zu einer Versachlichung der öffentlichen Debatten über Migration und Integration beitragen und auch aufzeigen, wie sich die Verwaltung auf die Diversität einer mobiler gewordenen Gesellschaft einstellt.

Der Wiener Integrations- und Diversitätsmonitor gibt Einblick in acht für Integration und Diversität relevante Themen- und Lebensbereiche. Der Monitor bildet neben dem Integrationsstand der Wiener Bevölkerung auch den Diversitätsstand von mehr als 50 Wiener Magistratsabteilungen und Einrichtungen ab.

Die Zuwanderung von jungen Frauen und Männern hat Wien verändert. Aus einer überalterten und schrumpfenden Stadt wurde in den letzten 30 Jahren eine junge, wachsende Metropole. Anfang 2020 hatten 30,8 % der Wienerinnen und Wiener eine ausländische Staatsbürgerschaft, 36,7 % waren im Ausland geboren, 41,3 % hatten eine ausländische Herkunft und im Jahresdurchschnitt 2019 rund 45,9 % Migrationshintergrund.

Die Einbürgerungsrate in Wien ist mit 0,8 % ausgesprochen niedrig. Das restriktive österreichische Einbürgerungsrecht führt - gemeinsam mit dem an die Staatsbürgerschaft gekoppelten Wahlrecht - zu einem massiven Demokratiedefizit: Anfang 2020 konnten 30,1 % der Wiener Bevölkerung ab 16 Jahren aufgrund ihrer fremden Staatsangehörigkeit nicht an Gemeinderats-, Landtags- und Nationalratswahlen teilnehmen.

Die aus dem Ausland nach Wien zuwandernden Menschen bringen zunehmend höhere Bildungsabschlüsse aus dem Ausland mit. Bei den seit dem Jahr 2011 zugewanderten Menschen, die ihren höchsten Bildungsabschluss im Ausland erwarben, liegt der Anteil der Personen mit höherer Bildung mit 56 % nur um vier Prozentpunkte unter dem Wert der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund.

Bildungsabschlüsse aus dem Ausland lassen sich jedoch am österreichischen Arbeitsmarkt nur schwer verwerten: 42 % der Wienerinnen und Wiener mit mittlerer oder höherer Bildung aus Drittstaaten sowie 32 % der Wiener Bevölkerung mit mittlerer oder höherer Bildung aus EU/EFTA-Staaten arbeiten in Hilfs- und Anlerntätigkeiten und sind damit von Dequalifizierung betroffen.

Integrations- und Diversitätsmonitor Wien 2020