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Aktuelles

Den „Langen Tag der Flucht“ am 2. Oktober 2020 nehmen wir uns zum Anlass Flüchtlinge abseits der gängigen Klischees zu beleuchten.

Das Beratungszentrum für Migranten und Migrantinnen als eine der ältesten und größten Beratungseinrichtungen in Österreich legt ihren Schwerpunkt auf Gleichstellung und Förderung von ansässigen MigrantInnen und Flüchtlingen. Maßgeblich erachten wir die Erhöhung der Chancen am österreichischen Arbeitsmarkt durch die Anerkennung von mitgebrachten Qualifikationen. Seit 2013 stehen bundesweit Anlaufstellen (AST) Personen mit im Ausland erworbenen Qualifikationen bei der Anerkennung zur Seite.

Mehr als 50 % aller Ratsuchenden haben eine akademischen Ausbildung aus dem Ausland und zusätzlich etwa ein Drittel über den Abschluss einer höheren Schulausbildung.

Bis Ende 2015 machten im Durchschnitt rund 10 % aller Ratsuchenden Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte aus. Seit 2016 hat sich deren Anteil etwa verdoppelt. Insbesondere viele ÄrztInnen und ZahnärztInnen aus Syrien, Irak und dem Iran sind im Zeitraum 2015-2016 nach Österreich geflüchtet.

Da die formale Anerkennung dieser Qualifikationen besonders komplex und langwierig ist, bedarf es intensiver Betreuung um Geflüchtete für einen baldigen Einstieg in den Arbeitsmarkt optimal vorzubereiten. Dahingehend wurde in der Zusammenarbeit mit dem Wiener AMS ein spezielles Programm entwickelt, in dem dieser Zielgruppe besonderes Augenmerk sowie Unterstützung zugesichert wurden (Check In Plus).

Das Projekt konnte bisher große Erfolge verzeichnen: 99 ÄrztInnen haben die Nostrifizierung abgeschlossen, 70 Personen davon sind als Ärztin oder Arzt beschäftigt. Auch die ersten 18 ZahnärztInnen haben ihre Nostrifizierung erfolgreich abgeschlossen und sind inzwischen als ZahnärztIn beschäftigt.

Solche Initiativen müssen fortgesetzt und bundesweit ausgebaut werden. Der effiziente Einsatz öffentlicher Mittel in rechtzeitig agierende arbeitsmarktpolitische Maßnahmen führt zur rascheren qualifikationsadäquaten Beschäftigung und Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.

Weitere Informationen: anlaufstellenkoordination@migrant.at