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Aktuelles

Unter dem Titel "Integration funktioniert" zeigen drei kürzlich veröffentlichte Studien des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche steigende Beschäftigungsquoten bei neu eingetroffenen Flüchtlingen in Österreich.

Nach Startschwierigkeiten folgt Aufholprozess

Im ersten Jahr nach der Ankunft in Österreich ist der Zugang zum Arbeitsmarkt für Flüchtlinge stark eingeschränkt. Darüber hinaus behindern physische und psychische Belastungen (Resultat der Tatsache, dass viele aus Kriegsgebieten kommen, Schwierigkeiten auf ihrer Reise nach Mitteleuropa und Belastungen nach der Ankunft hatten) und unzureichende Deutschkenntnisse eine erfolgreiche Arbeitsmarktintegration in den ersten Jahren. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass sich die Beschäftigungsquoten der Flüchtlinge nach einem schwierigen Start sowohl gegenüber jenen der in Österreich geborenen Bevölkerung wie auch gegenüber jenen anderer MigrantInnen, die aus wirtschaftlichen, familiären oder Bildungszwecken nach Österreich kommen, angleichen. Nach sieben Jahren in Österreich finden außereuropäische Flüchtlinge mit gleicher Wahrscheinlichkeit eine Beschäftigung wie außereuropäische MigrantInnen.

Einige Flüchtlingsgruppen stehen vor besonderen Herausforderungen

Die Ergebnisse zeigen auch, dass der Prozess der Arbeitsmarktintegration nicht für alle Flüchtlinge gleich verläuft. Frauen, ältere und hochgebildete Flüchtlinge integrieren sich langsamer in den österreichischen Arbeitsmarkt als ihre Pendants unter ÖsterreicherInnen und anderen MigrantInnen. Dies erfordert eine differenzierte Arbeitsmarktpolitik, die auf die spezifischen Umstände der einzelnen Gruppen eingeht.

Wichtige Erfolgsfaktoren für die Arbeitsmarktintegration

Die Ergebnisse zeigen ferner, dass Flüchtlinge mit höherem Bildungsniveau (Matura und darüber hinaus) eher beschäftigt sind als Flüchtlinge mit niedrigerem Bildungsniveau. Dies zeigt deutlich die Notwendigkeit den Flüchtlingen die Anerkennung ihrer Qualifikationen in Österreich zu erleichtern und ihren Zugang zur (Weiter-)Bildung zu fördern und zu unterstützen. Ebenso haben Flüchtlinge mit fortgeschrittenen Fähigkeiten Deutsch zu sprechen und zu verstehen nicht nur bessere Beschäftigungsaussichten, sie sind auch sozial besser integriert, besonders innerhalb der österreichischen Bevölkerung. Dies unterstreicht die Bedeutung von frühzeitigen und qualitativ hochwertigen Sprachkursen.

Pressenotiz mit Links zu den Studien