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Aktuelles

Die Europäische Kommission stellte den Länderbericht 2019 für Österreich im Rahmen des Europäischen Semesters vor. Das Europäische Semester dient der wirtschaftspolitischen Koordinierung innerhalb der EU. Alle EU-Länder haben sich dazu verpflichtet, die Ziele von Europa 2020 zu verwirklichen und diese in nationale Ziele und wachstumsfördernde Strategien umzusetzen. Die gewünschten Wachstumseffekte können sich besser entfalten, wenn individuelle Anstrengungen der Mitgliedsstaaten koordiniert werden. Aus diesem Grund nimmt die EU-Kommission jedes Jahr eine eingehende Analyse der Wirtschafts- und Strukturpolitiken der EU-Länder vor. Diese Analyse soll Anstoß zu einer nationalen Debatte geben, auf die das jeweilige Land mit seinem Nationalen Reform- und Stabilitätsprogramm reagieren kann.

Im Bereich der Arbeitsmarktpolitik ist eine kontinuierliche Verbesserung zu erkennen. In einem Umfeld mit steigender Nachfrage nach Arbeitskräften und sinkender Arbeitslosigkeit gibt es Anzeichen für einen Arbeitskräftemangel, jedoch mit regionalen Unterschieden. Einige Bevölkerungsgruppen schöpfen ihre Möglichkeiten zur Teilnahme am Erwerbsleben nicht voll aus – eine Herausforderung, die das Wachstumspotenzial Österreichs stark beeinträchtigen könnte. Dazu gehören unter anderem ArbeitnehmerInnen mit Migrationshintergrund.

Diese haben nach wie vor Schwierigkeiten, einen Arbeitsplatz zu finden, selbst wenn sie über ein hohes Bildungsniveau verfügen. Zuwanderer haben Schwierigkeiten, ihr Potenzial auf dem Arbeitsmarkt voll zu entfalten. Trotz steigender Beschäftigungszahlen stellt die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt nach wie vor ein Problem dar. Mehr Investitionen in Qualifikationsangebote könnten im Kombination mit anderen Integrationsmaßnahmen die Arbeitsmarktintegration erheblich beschleunigen.

Europäische Kommission: Länderbericht 2019