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Aktuelles

Dieser Bericht - ein gemeinsames Vorhaben der Europäischen Kommission und der OECD - bietet einen umfassenden internationalen Vergleich der Integrationsergebnisse von Einwanderern und deren Kindern.  Der Bericht umfasst 74 Indikatoren in den Bereichen Qualifikation und Arbeit, Lebensbedingungen, zivilgesellschaftliches Engagement und soziale Integration in allen EU- und OECD-Ländern sowie in ausgewählten G20-Ländern, die nicht der OECD angehören.

Ergebnisse aus dem Bericht:

Demografie

Mehr als die Hälfte der im Ausland geborenen Bevölkerung in der EU stammt aus einem anderen europäischen Land, wobei etwa 20% aus europäischen Ländern außerhalb der EU stammen.  Über zwei Drittel der Einwanderer in der OECD und der EU leben seit mindestens zehn Jahren in ihrem Gastland.  Frauen sind jetzt die Mehrheit der Einwanderer, die in EU-Ländern leben.

Bildung

Der Anteil der Hochqualifizierten unter den Einwanderern ist in der gesamten OECD und der EU gestiegen und ist im letzten Jahrzehnt um 7 Prozentpunkte gestiegen.

Beschäftigung

In der EU ist die Beschäftigungsquote von Nicht-EU-Migranten in den letzten zehn Jahren um drei Prozentpunkte gesunken, während sie sowohl bei Einheimischen als auch bei in der EU geborenen Migranten um drei Punkte gestiegen ist .  Frauen mit Migrationshintergrund sind am Arbeitsmarkt inaktiver als einheimische Frauen, und dies ist häufig „unfreiwillig“.

Mehr als jeder vierte niedrig qualifizierte Arbeitsplatz in der EU wird von einem Einwanderer besetzt.  In Österreich, Deutschland, Schweden und Norwegen liegt der Anteil bei über 40%, in der Schweiz und in Luxemburg bei über 60%.

In fast der Hälfte der EU-Länder haben gering qualifizierte Migranten eine höhere Beschäftigungsquote als ihre im Land geborenen Altersgenossen, insbesondere in Süd- und Mitteleuropa.  Im Gegensatz dazu sind hochqualifizierte Einwanderer in fast allen Ländern seltener als ihre einheimischen Altersgenossenschaften angestellt.  Unter den Migranten mit hoher Bildung sind fast 45 % entweder arbeitslos oder haben einen Arbeitsplatz, für den sie überqualifiziert sind, verglichen mit 30 % der hoch gebildeten Einheimischen.  Von der Überqualifizierung sind 42 % der Migranten mit ausländischer Schulbildung betroffen, im Vergleich zu 28 % der Einwanderer mit einer Qualifikation des Aufnahmelands.

Armut

Rund 30% der Einwanderer leben in der EU in relativer Armut, verglichen mit 17% der Einheimischen.  Die Erwerbsarmutsquote liegt bei rund 19% und ist damit doppelt so hoch wie bei Einheimischen.  40% aller Kinder in Haushalten mit Migrationshintergrund leben unterhalb der relativen Armutsgrenze, doppelt so hoch wie Kinder in einheimischen Haushalten.

Settling In 2018. Indicators of Immigrant Integration