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Aktuelles

Heute wurde im Parlament der aktuelle UNESCO-Weltbildungsbericht mit dem Schwerpunkt „Migration, Flucht und Bildung: Brücken bauen statt Mauern“ präsentiert. Die Generalsekretärin der Österreichischen UNESCO-Kommission Gabriele Eschig sowie UNESCO-Experte Bilal Barakat erläuterten die Ergebnisse des Berichts mit dem Titel "Migration, Flucht und Bildung – Brücken bauen statt Mauern". Anhand von aktuellen Forschungsergebnissen sowie praktischen Erfahrungen wurde dargelegt, dass Kindern von Geflüchteten sowie MigrantInnen das Recht auf hochwertige Bildung in vielen Ländern der Welt noch nicht hinreichend gewährt wird. Auch in den westlichen Industriestaaten gebe es einiges an Nachholbedarf, sagte Eschig. In Österreich sei das Recht auf Bildung für Geflüchtete laut Bakarat nicht gegeben. Staaten sollten Bildung unabhängig vom Aufenthaltstitel gewährleisten, meinte er. Das Autorenteam des UNESCO-Weltbildungsberichts fordert daher dazu auf, die Einbindung von MigrantInnen und Geflüchteten in nationale Bildungssysteme zu sichern und empfiehlt, Bildung im Bereich der Entwicklungshilfe zu unterstützen. Aus Expertensicht könne dies nur durch internationale Zusammenarbeit gelingen.

Im Kapitel Anerkennung akademischer Qualifikationen wird auch auf das österreichische Anerkennungs- und Bewertungsgesetz mit der Möglichkeit der Bewertung von Zeugnissen und Diplomen hingewiesen.

Der Weltbildungsbericht fordert die Regierungen auf, den Bildungsbedürfnissen von MigrantInnen und Flüchtlingen sowie von ihren Kindern gerecht zu werden und ihnen dieselbe Aufmerksamkeit zu schenken wie denen der Einheimischen. Empfohlen wird unter anderem das Potential von MigrantInnen und Flüchtlingen zu nutzen. Um dieses auszuschöpfen, werden einfachere, billigere, transparentere und flexiblere Mechanismen zur Anerkennung akademischer Qualifikationen und beruflicher Kompetenzen (auch von Lehrkräften) benötigt und zur Anrechnung von bereits Erlerntem, das nicht bewertet oder zertifiziert wurde.

  • Download deutsche Kurzfassung des Weltbildungsberichts
  • Download englischsprachige Gesamtfassung des Weltbildungsberichts
  • Bericht Parlamentskorrespondenz Nr. 1473 vom 11.12.2018