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Aktuelles

Die Kommission für Migrations- und Integrationsforschung (KMI) und das Institut für Stadt- und Regionalforschung (ISR) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften haben gemeinsam mit der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Wien die fünfte Jahrestagung zur Migrations- und Integrationsforschung unter dem Motto "Einwanderungskontinent Europa" organisiert. Die Tagung fand vom 5. bis 7. Dezember 2018 in Wien statt. In insgesamt 21 Panels sowie zahlreichen Referaten hatten die TeilnehmerInnen die Gelegenheit, neue Erkenntnisse und Einsichten aus dem breiten Forschungsfeld zu gewinnen.

Vor dem Hintergrund, dass Österreich in den nächsten zehn bis 15 Jahren ein ÄrztInnenmangel erwartet und der Tatsache, dass viele im Ausland ausgebildete MedizinerInnen bereits in Österreich niedergelassen sind, scheint die Problematik der Anerkennung und Arbeitsmarktintegration dieses besonderen Personenkreises sehr wichtig. Aus diesem Grund hat das Beratungszentrum für Migranten und Migrantinnen in Wien (BZ) gemeinsam mit dem Zentrum für soziale Innovation (ZSI) eine Studie zur „Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen als Ärztin/Arzt und Zahnärztin/Zahnarzt in Österreich“ durchgeführt.

Die ersten vorläufigen Ergebnisse der Studie wurden im Rahmen der Tagung von August Gächter (ZSI), sowie Yerivan Pruscha und Milica Tomic-Schwingenschlögl (BZ) präsentiert. Die zentrale Frage lautete „Wie sehen Anerkennungsprozesse von MedizinerInnen (ÄrztInnen und ZahnärztInnen) aus Drittstaaten in Österreich, insbesondere in Wien aus? Welche Erfolge und Hürden ergeben sich auf diesem Weg?“

Die Ergebnisse dieser Studie stützen sich auf eine online Befragung von 144 Personen im Alter von 23 bis 61 Jahre, die im Zeitraum Februar bis März 2018 durchgeführt wurde. Des Weiteren wurden Interviews mit Betroffenen und VertreterInnen der Anerkennungsstellen/Behörden gemacht, die im qualitativen Teil der Studie präsentiert wurden.

Als wichtigste Ergebnisse sind festzuhalten:

  • Spracherwerb ist ein wesentlicher Faktor für die Arbeitsmarktintegration. ÄrztInnen und ZahnärztInnen brauchen während des Verfahrens durchgängig Kontakt mit PatientInnen sowie dem Gesundheitspersonal, um in die österreichische Berufspraxis hineinwachsen zu können. Darüber hinaus sind fachspezifische Deutschkurse von großer Bedeutung.
  • Schaffung einer vorläufigen eingeschränkten Berufsausübung, ähnlich wie in Deutschland.
  • Die inhaltliche Weiterentwicklung und der regionale Ausbau von Maßnahmen wie „Check In Plus“ sollte als Investition in die Versorgung der Bevölkerung mit ärztlichen Diensten vorangetrieben werden.

Kurzfassung der Studie

Die Endversion wird demnächst auf dieser Stelle verfügbar sein.

Ärztestudie