Aktuelles
Die Landesarbeitsreferent*innen der Bundesländer haben bei ihrer Konferenz im Wiener Rathaus einstimmig gemeinsame arbeitsmarktpolitische Beschlüsse gefasst:
- EU-Fördermittel für die Arbeitsmarktpolitik langfristig absichern: Die Länder sprachen sich gemeinsam dafür aus, die bisherigen europäischen Mittel für regionale Arbeitsmarktmaßnahmen in bestehender Höhe abzusichern, um somit wesentliche Mittel für soziale und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen in den österreichischen Regionen mit ihren unterschiedlichen Problemstellungen sowie eine deutliche Vereinfachung der Förderabwicklung abzusichern.
- AMS-Förderbudget nachhaltig sichern: Die Länder fordern weiters die Bundesregierung auf, die Finanzierung des AMS für 2028 auf Basis der für 2025 veranschlagten Budgetmittel zuzüglich Valorisierung sicherzustellen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten benötigt das AMS ausreichende Mittel, um Menschen rasch wieder in Beschäftigung zu bringen, Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern und Fachkräfte für nachgefragte Berufsfelder auszubilden.
- Lehrlings- und Fachkräfteoffensive: Handwerklich-technische Lehrberufe, Ausbildungsbetriebe und neue Ausbildungswege für Erwachsene sollen gezielt unterstützt werden.
- Bundesweite Fachkräftestrategie gemeinsam entwickeln: Ziel ist eine österreichweit abgestimmte Fachkräftestrategie, die regionale Besonderheiten berücksichtigt und die Maßnahmen von Bund und Ländern sinnvoll verbindet. Dabei sollen die unterschiedlichen regionalen Fachkräftebedarfe, bestehende Qualifizierungsprogramme sowie Maßnahmen zur Anerkennung von Qualifikationen und zur Gewinnung internationaler Fachkräfte berücksichtigt werden.
- Langzeitarbeitslosigkeit bekämpfen und neue Zugänge zur Beschäftigung eröffnen: Ein bundesweites Förderprogramm soll individuelle Wege in Ausbildung und Beschäftigung ermöglichen. Bei drohendem Jobverlust soll das AMS früher beraten.
- Gesundheitliche und soziale Hürden abbauen: Junge Menschen mit psychischen oder psychosozialen Belastungen brauchen abgestimmte Unterstützung. Die Übergänge zwischen Rehabilitation, Sozialversicherung und AMS sollen verbessert werden.
Rathauskorrespondenz (Stadt Wien) vom 23.10.2026





