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Aktuelles

Das Statistische Bundesamt (Destatis) und das Bundesinstitut für Berufsbildung in Deutschland haben die Daten über Anerkennung im Jahr 2025 erhoben, ausgewertet und veröffentlicht.

Die Anträge auf Anerkennung (rund 76.200, insgesamt Bundes- und Landeszuständigkeiten) stiegen in Deutschland um 7% im Vergleich zum Vorjahr an. Im Bereich der Berufe, die nach Bundesrecht reglementiert sind (rund 60.000 Anträge), entfielen die meisten Anträge auf Pflegeberufe und Arzt/Ärztin. Anstieg der Anträge gab es auch bei den Berufen: Apotheker/-in, Elektroniker/-in für Betriebstechnik, Koch/Köchin, Physiotherapeut/-in und Zahnarzt/Zahnärztin. Hinzu kommen noch Anträge, die landesrechtlich geregelt sind: 2025 waren es mehr als 16.500 Anerkennungsanträge (22% aller Anträge).

Gleichzeitig stammen die meisten Qualifikationen, die die Anträge begründeten, aus der Türkei, Syrien, Ukraine, Indien und Tunesien. Anstiege gab es auch beim Iran, Ägypten und Marokko. Bosnien und Herzegowina platzierte sich ausnahmsweise weiter unter in der Statistik. Frauen haben erneut die Mehrheit der Antragsteller*innen ausgemacht.

Auffällig ist, dass 46 % aller Anträge aus dem Ausland gestellt wurden – in Österreich ist eine solche Antragstellung in der Praxis nach wie vor nur sehr eingeschränkt möglich.

Im Jahr 2025 wurde in Deutschland in ungefähr 73.600 Anerkennungsverfahren entschieden. Auffallend ist dabei eine hohe Rate an positiven Entscheidungen: in rund 44% der Fälle wurde über eine volle Gleichwertigkeit beschieden, 45% der Bescheide beinhalteten Ausgleichmaßnahme(n), 10% der Anträge endete mit Feststellen einer teilweisen Gleichwertigkeit, die durch eine Weiterbildungsmaßnahme ergänzt werden könnte (allerdings nicht zwingen notwendig, da nur nicht reglementierte Berufe betreffend). Insgesamt stiegen die positiven Entscheidungen sogar um 10%. Nur sehr wenige Anträge (unter 2 %) wurden endgültig negativ erledigt.

Angesichts des Mangels an Fachkräfte bzw. Arbeitskräfte sichert die Anerkennung in Deutschland auf jeden Fall das Vorhandensein der qualifizierten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Im Vergleich zur österreichischen Anerkennungs- und Bewertungsstatistik, erfasst die deutsche Statistik alle Einbringungen und Entscheidungsarten im genannten Jahr, differenziert nach Berufen und nicht nur Branchen, inkludiert Zurückziehungen der Anträge und Anträge gemäß des beschleunigten Fachkräfteverfahrens nach § 81a Aufenthaltgesetz.  

Pressemitteilung, Statistisches Bundesamt, 19. August 2026

Auswertung der amtlichen Statistik zum Anerkennungsgesetz des Bundes für 2025, Ergebnisse des BIBB-Anerkennungsmonitorings, August 2026

Anerkennung auf Rekordniveau, Bundesinstitutes für Berufsbildung, 19. Augsut 2026