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Aktuelles

Der Vorstand des Arbeitsmarktservice, Johannes Kopf, zeigt sich mit der Integration von Geflüchteten am österreichischen Arbeitsmarkt grundsätzlich zufrieden. Um den Arbeitsmarkterfolg von Flüchtlingen zu messen, beobachtet das Arbeitsmarktservice die Personen, die im Jahr 2015 und 2016 Asyl oder subsidiären Schutz erhalten haben. Von den Geflüchteten, die im Jahr 2015 beim AMS registriert wurden, waren Ende Juni 2016 insgesamt 10,1 Prozent in Beschäftigung und im Oktober 2017 bereits 26,2 Prozent. Bei den Flüchtlingen aus dem Jahr 2016 lag der Wert Ende Oktober 2017 bei 16,8 Prozent. Aktuellere Zahlen liegen derzeit noch nicht vor.

Die kolportierten Kürzungen für Integrationsmaßnahmen sieht Kopf skeptisch. „Die Vorgaben zur Kürzung der Mittel für Integration beim AMS halte ich nicht für eine gute Idee“, sagte der AMS-Vorstand. „Ich halte es deswegen nicht für eine gute Idee, weil es nicht ökonomisch sinnvoll ist.“ Wenn den Flüchtlingen niemand helfe am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, ausreichend Deutsch zu lernen und einen Job zu finden, dann würden sie länger in der Mindestsicherung bleiben und auch mehr kosten. „Der Großteil dieser Menschen wird da bleiben, damit ist es billiger sie zu integrieren, als sie nicht zu integrieren“, so Kopf.

Die Wirtschaftsforscher warnten zuletzt vor den angekündigten Einsparungen bei der Integration von Flüchtlingen.

Wifo-Chef Christoph Badelt: "Wenn die Integrationsmaßnahmen reduziert werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie (die Flüchtlinge, Anmerkung) in der Mindestsicherung landen werden."

Auch sein Kollege Helmut Hofer vom IHS erklärte, es mache Sinn, die Asylberechtigten zum bestmöglich zum Arbeitsmarkt hinzuführen. Das sei eine Investition, die nicht nur ökonomisch, sondern auch sozial vorteilhaft sei.

Quellen:

volksgruppen.orf.at (15. März 2018)
derstandard.at (16. März 2018)